29.01.2010
Zahlreiche Mitglieder und Freunde waren zum Neujahrsempfang des Kreisverbands der Grünen in den Gasthof Pritzl gekommen. Der Kreisvorsitzende Gerhard Klotzsche konnte anlässlich des 30. Gründungsjubiläums der Grünen mit Gerd Brugger aus Bad Wiessee auch ein Mitglied der ersten Stunde und einen der beiden ersten Kreisräte im Landkreis Miesbach begrüßen.
Obwohl das Treffen in erster Linie geselligen Charakter haben sollte, konnten die Anhänger der Öko-Partei ein aktuelles Thema nicht aussparen: Die ungeplante und außerordentliche Kürzung der Solarstrom-Einspeise-Vergütung zum 1.4.2010 sorgte für heftige Kritik. »Ich bin über diese Pläne der Bundesregierung enttäuscht und erschüttert zugleich«, sagte Peter Haberzettl, Miesbacher Ortsvorstand und Vorstandsmitglied der Energiewende Oberland. »Viele Bürger in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz sowie zahlreiche Kommunen haben sich in den letzten Jahren für den Kampf gegen den Klimawandel eingesetzt und sich dabei auf die Zusagen der Regierung verlassen«, so der Öko-Strom-Aktivist weiter. So seien auch Gesellschaften zur Errichtung von Gemeinschafts-Solaranlagen entstanden, zahlreiche Helfer hätten durch Informationsveranstaltungen die Menschen für die Photovoltaik begeistert. Von dieser Entwicklung habe nicht zuletzt auch das heimische Handwerk profitiert.
»Mit dieser unvorhersehbaren Maßnahmen werden Investitionen blockiert, Arbeitsplätze bei heimischen Handwerkern und deutschen Solarherstellern gefährdet!« kritisierte Kreisvorsitzender Gerhard Klotzsche und fügte hinzu: »Wenn gleichzeitig die Laufzeit von Atomkraftwerken verlängert werden soll und die Entsorgungs- und Endlagerkosten zum Großteil vom Steuerzahler getragen werden, muss man davon ausgehen, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung kein Interesse an einer ökologischen Ausrichtung der Energieversorgung hat.« Alle Anwesenden waren sich einig, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger schriftlich bei den örtlichen Bundestagsabgeordneten der Regierungsparteien auf eine Aufhebung dieser unglückseligen Entscheidung dringen sollten.
